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Ratgeber

Laser-Haarentfernung: Wirkung, Sitzungen, Risiken – der Überblick

Laser-Haarentfernung ist ein Verfahren zur dauerhaften¹ Haarreduktion: Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge wird vom Melanin im Haar aufgenommen, in Wärme umgewandelt und schädigt die Strukturen der Haarwurzel, die für das Wachstum zuständig sind. Für ein gutes Ergebnis sind meist 6 bis 10 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen nötig. Wirksam ist die Methode nur bei Haar, das Melanin enthält – bei hellblondem, rotem, grauem und weißem Haar nicht. In Deutschland darf sie seit dem 31. Dezember 2022 nur anwenden, wer eine Fachkunde nach der NiSV nachweisen kann.

¹ Für die dauerhafte Haarreduktion sind je nach Körperzone und individuellem Haar- und Hauttyp mehrere Behandlungen erforderlich. Eine Erfolgsgarantie kann auch bei fachgerechter Durchführung nicht gegeben werden. Bei hellen, roten, grauen oder weißen Haaren ist die Behandlung nicht oder nur eingeschränkt wirksam.

Wie wirkt der Laser?

Das Prinzip heißt selektive Photothermolyse: Das Licht wird bevorzugt dort aufgenommen, wo viel Farbstoff ist – im dunklen Haar und in der Haarwurzel –, und die umliegende Haut bleibt vergleichsweise kühl. Erreicht die Wärme im Follikel die nötige Temperatur lange genug, verliert er die Fähigkeit, neues Haar zu bilden. Deshalb kommt es auf den Kontrast an: Je dunkler das Haar und je heller die Haut, desto gezielter wirkt der Laser.

Verschiedene Wellenlängen dringen unterschiedlich tief ein. 755 nm wird stark vom Melanin aufgenommen und wirkt oberflächennah, 810 nm liegt in der Mitte, 1064 nm dringt am tiefsten ein und wird vom Melanin der Oberhaut am wenigsten aufgenommen – deshalb ist sie bei dunkleren Hauttypen die sicherere Wahl. Moderne Diodenlaser geben mehrere dieser Wellenlängen gleichzeitig ab.

Warum braucht es mehrere Sitzungen?

Jedes Haar durchläuft einen Zyklus aus Wachstum (Anagenphase), Übergang (Katagenphase) und Ruhe (Telogenphase). Der Laser wirkt nur auf Haare in der Wachstumsphase, weil nur dann Haar und Haarwurzel verbunden sind und die Wärme dort ankommt. Zu jedem Zeitpunkt ist das nur ein Teil der Haare einer Zone.

Daher wird in Abständen von 4 bis 6 Wochen wiederholt, bis möglichst viele Follikel im richtigen Moment erreicht wurden. In der Regel sind es 6 bis 10 Sitzungen; wie viele genau, hängt von Körperzone, Haarstärke, Hauttyp und hormonellen Faktoren ab.

Was zeigen Studien?

Zwei randomisierte Vergleichsstudien haben die gleitende Diodenlaser-Technik (viele Durchgänge mit niedriger Energie) mit der klassischen Einzelimpuls-Technik verglichen. In der Studie von Braun (2011) mit 22 Patientinnen und Patienten ergaben beide Techniken nach fünf Sitzungen eine vergleichbare Haarreduktion von 90 bis 94 Prozent – gemessen 6 und 18 Monate nach der letzten Behandlung. Die gleitende Technik war dabei deutlich weniger schmerzhaft.

Koo und Kollegen (2014) verglichen zwei 810-nm-Diodenlaser an Beinen und Achseln: Sechs Monate nach fünf Sitzungen war die Zahl der Haare um 40,7 Prozent (gleitende Technik) bzw. 33,5 Prozent (Einzelimpuls) gesunken – ein Unterschied, der statistisch nicht signifikant war. Den Schmerz bewerteten die Teilnehmenden mit 2,7 gegenüber 3,6 auf einer Skala bis 10, und die Ergebnisse hielten nach 12 Monaten an. Die Zahlen sind Studienergebnisse, keine Zusage für die einzelne Behandlung.

Laser, IPL oder Waxing?

DiodenlaserIPLWaxing
WirkprinzipLaserlicht mit definierter Wellenlänge, gezielt auf das Melanin im HaarBlitzlampe mit breitem LichtspektrumHaar wird mit der Wurzel ausgerissen
Ergebnisdauerhafte¹ Reduktion nach mehreren SitzungenReduktion nach mehreren Sitzungenglatte Haut für einige Wochen
Dunkle Hauttypenmit 1064 nm behandelbarnur eingeschränktja
Helles, rotes, graues Haarnicht wirksamnicht wirksamja
Wer darf es anwendennur mit Fachkunde nach NiSVnur mit Fachkunde nach NiSVohne besondere Zulassung

¹ Für die dauerhafte Haarreduktion sind je nach Körperzone und individuellem Haar- und Hauttyp mehrere Behandlungen erforderlich. Eine Erfolgsgarantie kann auch bei fachgerechter Durchführung nicht gegeben werden. Bei hellen, roten, grauen oder weißen Haaren ist die Behandlung nicht oder nur eingeschränkt wirksam.

Wer darf in Deutschland lasern?

Die Anwendung von Lasern und IPL-Geräten zu kosmetischen Zwecken regelt die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV). Seit dem 31. Dezember 2022 darf Haarentfernung mit Laser oder IPL nur durchführen, wer eine Fachkunde nach Anlage 3 der NiSV nachweist. Die Entfernung von Tätowierungen und die Behandlung von Pigmentmalen mit dem Laser sind Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Fragen Sie im Studio nach dem Fachkunde-Nachweis – ein seriöser Anbieter zeigt ihn Ihnen ohne Umschweife.

Nebenwirkungen und Risiken

Häufig und vorübergehend sind Rötung und leichte Schwellung, die innerhalb weniger Stunden bis zwei Tagen abklingen. Selten kommt es zu Blasen, Krusten oder vorübergehenden Pigmentverschiebungen. Sehr selten – und fast nur im Gesichts- und Halsbereich – wächst nach der Behandlung mehr Haar statt weniger (paradoxe Hypertrichose).

Wann nicht gelasert wird

  • Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente (z. B. bestimmte Antibiotika, Isotretinoin, Johanniskraut)
  • lichtinduzierten Dermatosen und kutanen Porphyrien
  • akuten Hauterkrankungen, Sonnenbrand oder frischer Bräune im Behandlungsareal
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Pigmentmale und Tätowierungen werden ausgespart. Auffällige Pigmentmale lassen Sie bitte vorab dermatologisch abklären.

Quellen

  1. Bundesamt für Strahlenschutz: Laser, IPL & Co – Anwendungen optischer Strahlung in der Kosmetik. UMID – Umwelt und Mensch Informationsdienst 1/2016. umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2218/publikationen/umid_1_2016_bfs_laser.pdf
  2. Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV), insbesondere § 5 und Anlage 3 (Fachkunde). gesetze-im-internet.de/nisv
  3. Braun M. Comparison of high-fluence, single-pass diode laser to low-fluence, multiple-pass diode laser for laser hair reduction with 18 months of follow up. J Drugs Dermatol. 2011;10(1):62–65. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21197525
  4. Koo B, Ball K, Tremaine AM, Zachary CB. A comparison of two 810 diode lasers for hair removal: low fluence, multiple pass versus a high fluence, single pass technique. Lasers Surg Med. 2014;46(4):270–274. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24752608

Laser-Haarentfernung bei MOOD Beauty in München

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